Belege scannen, zuordnen, abrechnen — die vollständige Anleitung
Die App ersetzt den Papierbeleg. Du fotografierst ihn, die KI liest Betrag, Händler und Datum, und am Monatsende fällt eine fertige Spesenabrechnung heraus — als PDF mit allen Belegbildern oder als CSV für Excel.
Das Wichtigste zuerst. Sobald ein Beleg gespeichert ist, ist er die einzige Quelle — das Papier wirfst Du weg. Darum warnt die App an mehreren Stellen, statt still weiterzumachen: bei unsicherem Betrag, bei ungeprüften Belegen, bei möglicher Doppelerfassung und wenn die Erkennung fehlgeschlagen ist. Diese Hinweise sind der Kern des Systems.
Unten sind drei Bereiche: Belege, Export und Einstellungen. Beim ersten Start legt die App eine Karte «Hauptkarte» an, damit sofort etwas da ist — Du kannst sie umbenennen.
Ohne Konto läuft die App rein lokal: Belege bleiben auf dem iPhone, und die KI-Erkennung steht nicht zur Verfügung — sie läuft über den eigenen Server, wo auch der Zugang zur KI liegt. (Auf Geräten aus der Anfangszeit kann noch ein eigener KI-Schlüssel gespeichert sein; dann erkennt die App auch ohne Anmeldung, der Verbrauch erscheint aber nicht in der Auswertung am Rechner.)
Die Karte ist die oberste Gliederungsebene — pro Karte entsteht eine Spesenabrechnung. Anlegen mit Name, den letzten 4 Ziffern und einer Farbe.
Die vier Ziffern sind nicht Schmuck: die App erkennt damit die Karte auf dem Beleg, und der Kartenabgleich am Rechner ordnet die Zeilen der Abrechnung zu.
Eine Karte hat oft mehrere Endungen. Trag sie alle im Feld «Weitere Nummern» ein, durch Komma getrennt — jeweils nur die letzten vier Ziffern:
Steht dieselbe Endung bei einer Karte als Hauptnummer und bei einer anderen als Zusatznummer, gewinnt die Hauptnummer. So landet ein Beleg nach dem Kartenwechsel bei der neuen Karte, auch wenn die alte noch existiert.
Ändern und löschen: Karten, Firmen und Buchungskonten lassen sich jederzeit antippen und bearbeiten. Zum Löschen in der Liste nach links wischen. Ein gelöschter Eintrag nimmt die Belege nicht mit — sie bleiben erhalten, nur ohne diese Zuordnung.
1312 Kontoname einfügen (auch als CSV mit Semikolon, Komma
oder Tabulator). Eine Vorschau zeigt vorher, was neu ist, was sich ändert und
was unlesbar war.Zuoberst in der App. Er bestimmt drei Dinge auf einmal:
Belege ohne Karte sind immer dabei, in jeder Ansicht und jedem Export. Sonst wäre ein per Dashboard hochgeladener Beleg unauffindbar.
Löst der Scanner nicht selbst aus? Oben rechts im Scanner sitzt ein Schalter Auto/Manuell, den iOS geräteweit merkt. Steht er auf Manuell, musst Du jeden Beleg von Hand auslösen. Die App kann ihn nicht umstellen.
Die KI liest Betrag, Händler und Datum und schlägt danach das Buchungskonto vor. Du kontrollierst und ergänzt:
Steht auf dem Beleg eine Kartennummer, liest die KI die letzten vier Ziffern und wählt die passende Karte im Formular vor — sichtbar, mit einem Tipp änderbar. Passt die gelesene Nummer zu keiner Karte, sagt es die App und nennt sie: dann trägst Du sie in den Einstellungen bei der Karte nach, und beim nächsten Mal klappt es von selbst. Zeigt der Beleg keine Kartennummer (Bargeld, TWINT, Rechnung), bleibt die oben gewählte Karte.
Ein Beleg hat maximal 3 Seiten. Wurden mehr gescannt, sagt es die App und übernimmt sie nicht stillschweigend — die überzähligen als eigenen Beleg erfassen.
Wenn es schnell gehen muss: Der Beleg wird mit Bild abgelegt, ohne Betrag, Firma oder Konto. Er erscheint dann in der Zeile «N Belege zu prüfen» zuoberst in der Übersicht — über alle Monate und Karten hinweg — und die App erinnert täglich um 19:00 Uhr daran. Beim ersten Mal fragt iOS, ob sie Mitteilungen senden darf; ohne diese Erlaubnis gibt es keine Erinnerung, die Zeile in der Übersicht bleibt aber. Die Zahl steht auch am App-Symbol, und ein Tippen auf die Mitteilung führt direkt in die Prüfliste.
| Hinweis | Was er bedeutet | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Beleg konnte nicht gelesen werden | Die Erkennung ist gescheitert; der Grund steht dabei (z. B. Zeitüberschreitung, keine Internetverbindung, Serverfehler). | Nochmals versuchen — das Bild ist schon da, neu scannen musst Du nie. Oder die Felder von Hand ausfüllen. |
| Betrag unsicher — bitte prüfen | Die KI war sich beim Betrag nicht sicher. Speichern ist gesperrt, bis Du bestätigst. | Betrag mit dem Beleg vergleichen, dann Bestätigen — oder einfach den richtigen Betrag eintippen. |
| Datum unsicher | Das Datum war nicht lesbar; es steht vorläufig «heute» statt eines geratenen Werts. | Datum richtigstellen. Damit gilt es als bestätigt. |
| Dieser Beleg wurde vielleicht schon erfasst | Es gibt einen sehr ähnlichen Beleg. Der gefundene wird mit Händler, Betrag und Datum genannt, dazu der Grund. | Ist es wirklich derselbe: abbrechen. Zweimal dasselbe am selben Tag kommt aber vor — dann speichern. |
| Niedrige Erkennungsqualität | Händler oder Betrag wurden nur unsicher gelesen. | Werte kurz gegenlesen. |
Keine Warnung blockiert Dich. Sie sind Hinweise, keine Sperren — ausser beim Betrag, denn eine falsche Zahl fällt später niemandem mehr auf.
Reihenfolge: zuerst den Kartenabgleich am Rechner, dann exportieren. Vorher fehlen bei Auslands- und Fremdwährungszahlungen genau die Zuschläge, die verbucht werden müssen.
Im PDF stehen Deckblatt, Summen je Firma, die Aufschlüsselung nach Buchungskonto und danach alle Belegbilder. Das CSV hat Semikolon und Umlaut-Kennung für Excel und eine eigene Spalte «Belastet CHF».
Fremdwährung wird nie geschätzt. Ein Beleg in EUR ohne Kartenabgleich hat keinen bekannten Franken-Wert und fliesst in keine Franken-Summe ein. Er verschwindet aber nicht still: PDF und Dashboard weisen aus, wie viele Belege fehlen; in der App steht die Fremdwährung als eigene Summe daneben («CHF 138.80 + EUR 50.00»).
app.johanneszeller.com, dieselbe Anmeldung wie in der App.
Liste mit Suche und Filtern (Monat, Firma, Karte, Kategorie, Betrag von/bis). Die Kopfzeile zeigt Anzahl und Summe — und, falls vorhanden, wie viele Belege keinen Franken-Wert haben.
Datei ins gestrichelte Feld ziehen (JPG, PNG, PDF). Die KI läuft mit; der Beleg erscheint danach auch auf dem iPhone.
Zeile aufklappen → das Belegbild erscheint, daneben Firma, Buchungskonto und Karte zum Setzen sowie der Schalter «noch zu prüfen». Die Änderung wandert beim nächsten Abgleich in die App. Unten lädt «Mehr laden» weitere Belege nach.
Der Abgleich trägt ausserdem den wirklich belasteten Franken-Betrag am Beleg nach. Erst danach stimmt die Buchhaltung bei Auslandszahlungen. Ist auf der Abrechnung ein Gesamttotal aufgedruckt, wird gegengerechnet und eine Abweichung gemeldet. Früher eingelesene Abrechnungen lassen sich unter «Früher eingelesen» wieder öffnen.
Die hochgeladene Abrechnung wird nicht gespeichert — nur die Zeilen, die für den Abgleich nötig sind.
Nur für Administratoren: Aufrufe, Tokens und Kosten je Nutzer, Modell und Aufrufart, mit Datumsbereich.
| Vorgang | Wann |
|---|---|
| Abgleich mit dem Server | beim Start der App, nach jeder Änderung (gebündelt nach 1,5 Sekunden) und beim Herunterziehen der Liste |
| Erinnerung an offene Belege | täglich um 19:00 Uhr, wenn welche offen sind |
| Belegbilder | liegen auf dem Server ausserhalb des Web-Verzeichnisses; Zugriff nur mit Anmeldung |
| KI-Zugang | im normalen Betrieb liegt der Schlüssel nur auf dem Server, nie in der App. Einzige Ausnahme sind Geräte aus der Anfangszeit mit eigenem Schlüssel (siehe Abschnitt 1) |
| Beobachtung | Ursache und Abhilfe |
|---|---|
| «Keine KI-Verbindung» | Kein Server-Konto angemeldet. Einstellungen → Server-Konto. |
| «Zeitüberschreitung — die Verbindung war zu langsam» | Schwacher Empfang. Nochmals versuchen, am besten im WLAN. |
| Der Scanner löst nicht selbst aus | Schalter oben rechts im Scanner auf Auto stellen. |
| Ein Beleg fehlt im Export | Zeitraum, Firmenauswahl und Mindestbetrag prüfen — und oben die richtige Karte wählen: ein Beleg einer anderen Karte fehlt wirklich. Belege ganz ohne Karte sind dagegen immer dabei. |
| Der Beleg landet bei der falschen Karte | Die Karte lässt sich im Formular direkt umstellen. Steht dort ein Hinweis mit einer unbekannten Nummer, trag sie unter Einstellungen → Karte → «Weitere Nummern» nach (Apple Pay, Ersatzkarte). |
| Der Kamera-Knopf öffnet nur das Import-Menü | Die App hat keinen Kamerazugriff. Über den angebotenen Knopf in die iOS-Einstellungen und die Kamera freigeben. |
| Keine Erinnerung um 19:00 Uhr | Mitteilungen wurden nicht erlaubt. iOS-Einstellungen → ReceiptScan Pro → Mitteilungen. |
| Die App lässt sich nach einer Woche nicht mehr öffnen | Die Entwicklerversion läuft mit kostenloser Apple-ID nach 7 Tagen ab. Neu aufspielen. |
| Änderung am Rechner ist im iPhone nicht da | Liste herunterziehen oder Einstellungen → Jetzt synchronisieren. |